Ein Kindheitstraum wird wahr… Teil 1

Walt Disney World

Einmal wieder sieben sein. Einmal alle Sorgen und Ängste des Erwachsenseins vergessen – das war Ziel unseres Urlaubs in Florida! Es hat mich einiges an Überzeugungsarbeit gekostet aber letztendlich haben wir unseren Haupturlaub im September 2013 in Orlando verbracht. Es war großartig – aber von vorn.

Im März haben wir für September des selben Jahres gebucht. Wir sind keine „Lastminute- Bucher“. Lieber rechtzeitig im Voraus buchen und die Vorfreude genießen. Wir haben uns September als Reisemonat aus zwei Gründen ausgesucht: mein Mann konnte damals nur in den Semesterferien verreisen und wir wollten nach der Haupturlaubszeit reisen, aber vor der Hurrikansaison.

Wie wir unsere Reisen buchen und online und im Reisebüro vergleichen, um den günstigsten Preis zu erhalten, werde ich demnächst hier berichten.

Orlando ist ein Mekka für alle Freizeitparksfreaks. Die zwei größten und bekanntesten sind Walt Disney World und die Universalstudios. Hier könnt ihr meinen Erfahrungsbericht zu Walt Disney World lesen. Vielleicht hilft er euch bei eurer Planung und Reise. Zu den Universalstudios werde ich bald auch was schreiben.

Walt Disney World

Wohl der „zeitintensivste“ Punkt unseres Urlaubes! Walt Disney World ist nicht nur ein Freizeitpark! Walt Disney World besteht aus mehr als 4(!) Parks: Magic Kingdom (mit dem wunderschönen Cinderellaschloss), Animal Kingdom (halb Freizeitpark, halb Zoo), Epcot (v.a. Technik und verschiedene Kulturen) und die Hollywood Studios (selbsterklärend). Dazu kommen noch Wasserparks. Diese haben wir nicht besucht, daher werde ich darauf nicht eingehen.

Die Tickets für den jeweiligen Park kann man – klar –  vor Ort kaufen. Wir haben jedoch ein Kombiticket (für 5 Tage) vorab im Internet erworben. Mit dem sogenannten Kombiticket kann man an 5 Tagen alle Parks besuchen. Die Kosten pro Kopf belaufen sich auf ca. 250 EUR – 400 EUR. Es gibt dort immer wieder Angebote – meldet euch für  Newsletter an! Dann entgeht euch nichts. Achtet bei den Tickets darauf (falls gewünscht), dass ihr die Hopperoption mitbucht. So könnt ihr zum Beispiel morgens ins Epcot Center, danach ins Animal Kingdom und abends das Feuerwerk in Magic Kingdom sehen. Und habt danach noch immer 4 Tage „frei“. Wichtig ist: nicht überstürzt kaufen – vor allem zu amerikanischen Feiertagen (unter anderem Thanksgiving, 4th july) bekommt ihr im Internet günstige Angebote!

Magic Kingdom

Ihr besorgt euch zu erst einen Zeitplan! Den bekommt ihr vor Ort oder online! Meist gilt dieser für alle vier Parks. Prüft am besten vorab online, ob an eurem gewünschten Besuchstag auch alles stattfindet, was ihr erleben wollt (Shows, Paraden etc.)! Sobald ihr angekommen seid und geparkt habt, fahren Shuttlebusse zur „Überfahrtmöglichkeit“. Zum Park kommt ihr entweder per Fähre oder per „Bahn“ (Monorail). Ich wollte den Blick auf das Schloss genießen, daher hab ich die Fähre gewählt..

SONY DSC

ganz klein im Hintergrund seht ihr schon von der Fähre aus das Cinderella Schloss (und ich hatte da schon die ersten Tränen in den Augen…)

Sobald ihr angekommen seid, verfallt ihr auch schon dem Zauber. Genießt es! Ihr werdet einen Tag voller Kitsch, Kindheitserinnerungen, Liebe, Zufriedenheit und Magie erleben. Klingt total lächerlich – aber so ist es! Auch wenn der Park voll ist, nicht umsonst nennt man Walt Disney World den glücklichsten Ort der Welt. Für mich hat es sich definitiv so angefühlt!

Es gibt am Eingang Eingangskontrollen – diese haben sich eventuell mittlerweile verschärft. Bei uns ging es recht zügig, vielleicht auch weil wir mit der ersten Fähre übergefahren sind.

Lara Let the memories begin.jpg

direkt nach den Eingangskontrollen findet ihr dieses tolle Fotomotiv

Magic Kingdom besteht aus mehreren kleineren Themenparks bzw. Gebieten: u.a. die Main Street, Frontierland, Adventureland, Fantasyland und Tomorrowland. Ihr startet – egal ob per Fähre oder Monorail angereist – nach den Eingangskontrollen auf der Main Street (wenn ihr euch verlauft – immer am Cinderella Schloss orientieren). Von den jeweiligen Gebieten hängt ab, welche Figuren ihr trefft und welche Themen die Attraktionen und Restaurants haben. Noch vor der Main Street, direkt am Eingang, findet ihr Broschüren (auch auf Deutsch), die euch die Themenwelten genauer erklären und euch sagen, was ihr wo findet. Wir haben uns im Park (Hot Spots vorhanden) gratis im AppStore die App für die gesamte Walt Disney World runtergeladen. Pläne und weitere Infos (z.B. die Info, wo sich welcher Charakter für Fotos und Treffen aufhält) habt ihr also direkt griffbereit. Auch sind in der App meist die aktuellen Wartezeiten für die einzelnen Attraktionen vermerkt. Besonders für Fotos muss man länger als gedacht anstehen… Es wäre naiv zu denken, dass ihr mit all euren Lieblingen Fotos machen könnt! Wenn ihr mehr vom Park sehen wollt, als nur die Warteschlangen, müsst ihr euch entscheiden, mit wem ihr Fotos machen wollt und auf welchen Charakter ihr verzichtet. Ab und zu laufen die Disney Figuren auch einfach „rum“, von einem Fotospot zum nächsten, und ihr könnt sie abfangen und spontan, ohne Wartezeit, ein Foto erhaschen. So geschehen bei mir und einem meiner Lieblinge…

SONY DSC

Pluto habe ich spontan direkt auf der Main Street getroffen

Nach eurem ersten Foto bekommt ihr einen Foto Pass. Dort werden alle Fotos gespeichert, die im Laufe des Tages von euch und den Disney Charakteren von den Angestellten gemacht werden und ihr könnt diese im Anschluss kaufen oder runterladen. Wenn ihr aber andere Besucher oder die netten Angestellten fragt, machen diese auch mit eurem Smartphone oder eurer Kamera Fotos.

Die Highlights im Magic Kingdom sind, neben den Disney Figuren, vor allem die Paraden. Wir haben uns zwei Paraden angeschaut. Die A Dream Come True Parade (nachmittags) und die Electrical Parade (abends). Zeiten hierfür findet ihr in der App oder im Zeitplan. Beide Paraden sind großartig und ihr solltet beide nicht verpassen. Stellt euch rechtzeitig auf (meist schon mindestens eine halbe Stunde vor Beginn!). Stellt euch am besten an die Main Street (nicht auf die Straße, dort darf während der Parade  nicht gestanden werden), um alles zu sehen. Wir haben uns ca. 40 Minuten vorher „aufgestellt“ und uns auf den Bordstein gesetzt. Diese Zeit kann als kleine Pause genutzt werden. Wenn die Parade losgeht, schnell hinstellen, um alles zu sehen. Keiner kann sich mehr vor euch stellen, so habt ihr die perfekte Sicht (kleinere Menschen, vor allem Kinder, natürlich vorlassen! Ihr habt ja dann trotzdem alles im Blick!). Die Paraden ähneln etwas unseren Karnevalsumzügen. Laute Musik, kostümierte Menschen, strahlende Zuschauer und tolle Stimmung. Hach, ich würde mich gerne jeden Tag dorthin stellen und die Parade genießen.

Wenn ihr an mehreren Tagen ins Magic Kingdom geht, dann verzichtet auf einen zweiten Paradenmarathon. Die meisten Besucher schauen sich die Paraden an, in der Zeit könnt ihr – ohne lange Wartezeiten – auf die Attraktionen gehen.

Was ich mir jedoch jeden Abend anschauen könnte, war die Light Show auf dem Cinderella Schloss. Achtet darauf, dass ihr einen direkten Blick auf das Cinderella Schloss habt – ohne Laternen, Statuen etc. Auf dem Schloss werden Szenen aus Disney Filmen projiziert, anschließend findet das berühmte Feuerwerk statt – Gänsehaut pur! Sichert euch also lieber frühzeitig einen tollen Platz um alles perfekt zu sehen. Stellt euch nicht zu nah an das Schloss, sonst seht ihr nicht alles (im Kino setzen wir uns ja auch nicht in die erste Reihe). Am besten orientiert ihr euch an der Walt Disney / Mickey Mouse Statue  – viel näher solltet ihr nicht am Schloss  stehen.

Schloss und Walt Disney mit Mickey.JPG

Das Feuerwerk ist ein Muss – sucht euch also einen Tag für Euren Besuch aus, an dem das Feuerwerk auch stattfindet! Und lasst euren Tag im Magic Kingdom mit (Freuden)Tränen und einem Lächeln ausklingen.

Feuerwerk.JPG

Animal Kingdom

Auch für Animal Kingdom heißt es: wer früh da ist, muss trotzdem mit einem vollen Park rechnen. Hier findet ihr vor allem Charaktere aus Natur- und Tierfilmen. Wir trafen hier unter anderem auf Chip und Chap, Pocahontas und Balu.

Lara und Balu.jpg

Animal Kingdom ist eine Mischung aus Freizeitpark und Zoo. Hier gibt es viele tolle Fahrgeschäfte, Shows (wir haben die König der Löwen Show gesehen – wer sich auf einen Ausschnitt aus dem Musical freut, wird enttäuscht sein. Die Darsteller tanzen und turnen hier um ihr Leben, die Musik kommt aber vom Band. Trotzdem unterhaltsam!) aber eben auch zum Beispiel eine Safari. Hier bekommt der Besucher aber keineswegs das Gefühl er sei in Afrika (anders war das in Busch Gardens, hierzu bald mehr). Massenabfertigung und lange lange Wartezeiten – da hilft auch kein App. Ein Safariauto nach dem anderen fährt hier los. Man sieht Nashörner, Flusspferde, Krokodile und Alligatoren (davon gibt es in Florida ja genug), Zebras, Löwen, Geparden, Giraffen und viele mehr. Zudem die, teilweise wunderschön, angelegte Natur. Setzt auch in diesen Autos auf jeden Fall an den Rand (Seite egal, auch egal ob weiter vorne oder weiter hinten).

Neben der Safari gibt es aber auch den klassischen Teil eines Zoos, sprich die normalen Tiergehege. Während man bei der Safari keine Garantie hat, die jeweiligen Tiere zu sehen, ist es nahezu ausgeschlossen die Tiere in ihren Gehegen nicht zu sehen. Also Tiere werdet ihr im Animal Kingdom auf jeden Fall sehen – ob bei der Safari oder im klassischen Zoo.

tree of life.jpg

Beeindruckend: der Tree of Life

Epcot

Zu erst dachte ich, dass wir im Epcot Center nicht viel Zeit verbringen werden – aber getäuscht! Die berühmte Kugel kennt doch fast jeder, der sich mit Orlando schon auseinander gesetzt hat… Dahinter steckt so viel mehr!

epcotkugel

Für Technikfans ist Epcot ein Traum! Vom Wohnhaus mit futuristischer Ausstattung über viele Tests und Spiele zu allen möglichen wissenschaftlichen Themen. Wissen und Technik zum Erleben und Ausprobieren.

Was mich mehr gefesselt hat, war die anschließende Weltreise. Innerhalb von 2 Stunden nach Mexiko Piñatas verhauen, in England Tee trinken, nach Deutschland Sauerkraut essen (auf dieses Vorurteil komme ich gleich nochmal zurück) und anschließend Crépes in Frankreich, in Marokko Märkte besuchen, Eis essen in Italien, und wieder zurück in die USA? Nicht möglich? Disney macht es möglich! Über Restaurants, die nur Speisen aus dem jeweiligen Land anbieten, über nachgebaute Sehenswürdigkeiten, Angestellte, die nur die Muttersprache des gerade bereisten Landes sprechen bis hin zu Disney Figuren, die entweder aus den Ländern kommen oder als „Einheimische“ verkleidet sind – es war sehr kurzweilig, witzig, informativ und viel zu schnell vorbei.

Aber so genial diese Idee der Weltreise auch ist – eigentlich werden nur alle Klischees erfüllt, die wir alle im Kopf haben. In Mexiko haben alle Angestellten Sombreros getragen, in England wurde Tee verkauft, die Amerikaner marschierten und sangen ihre Hymne, in Italien gab es Eis (was aber noch nicht einmal annähernd so lecker schmeckt, wie Eis was wirklich aus Italien kommt) sowie in Frankreich Baguettes… Warum sollten also die Deutschen verschont werden? Eben! Bitteschön! Hier seht ihr, wie uns die Amerikaner wirklich sehen

Sauerkraut, Bier, Oktoberfest, Riesen, Merci, Werthers und Uhren?…. Kein Kommentar!

Hollywood Studios

Auch das Wahrzeichen der Hollywood Studios kennst du vielleicht…

fantasia.jpg

Die Hollywood Studios sind im Vergleich mit den anderen drei Parks recht klein – natürlich reichen aber alle Attraktionen für einen ganzen Tag (und mehr!). Wie der Name des Parks schon verrät: Hier geht es um Hollywood Geschichte! Ihr könnt hier eine Reise durch viele Klassiker machen (einfach nur sitzen und genießen). Ebenso gibt es hier viele Shows (wir waren bei der Indiana Jones Show – sehr witzig!). Einige Figuren, die man hier trifft: die Muppets, Mary Poppins, Cars und weitere Pixar Charaktere!  Am interessantest für mich war natürlich da auch der Pixar Place! Neben Attraktionen zu z.B. Toys Story laufen dir hier auch eher Pixar Figuren über den Weg (aber auch hier gilt: schau in die App!) als in anderen Themenwelten.

monster inc

meine Pixar Helden ♥

incredibles

Die beiden ( Mr. Incredible und Frozone, nicht wir!!) hatten richtig Spaß und haben mit jedem Rumgealbert!

Außerdem gibt es in den Hollywood Studios auch MuseenZu Walt Disney selbst, zur Entstehung der ersten Figuren und natürlich auch die Entstehung der Pixar Filme .

Essen und Trinken ist in allen Parks, nicht anderes als in Deutschland, teurer! Wenn ihr kein Vermögen für Fast Food und Getränke ausgeben wollt, nehmt euch was mit! Auch gibt es unzählige Merchandise Stores!! Ein Traum! Aber ein Alptraum für eure Urlaubskasse. Wenn ihr aufs Budget achten wollt und mit einem Hopperticket die Möglichkeit habt, nochmal her zu kommen: Sucht erst in Malls oder in Outlets nach den Artikeln, meist sind diese dort etwas günstiger. Es gibt aber auch Artikel, die es nur in den Parks gibt – da müsst ihr den Aufschlag dann in Kauf nehmen – aber wie oft kommt man schon hier her! Ich hoffe, euch hilft mein Beitrag. Kurzfassen ist bei Disney (leider) nicht möglich. Viel Spaß bei der Planung. Oder unter uns Disney Fans : Have a magical day! ♥

2 Gedanken zu “Ein Kindheitstraum wird wahr… Teil 1

  1. Pingback: Ein Kindheitstraum wird wahr… Teil 2 | LariniAngelini

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