Ein Kindheitstraum wird wahr… Teil 3

Heute lest ihr Teil 3 der Reihe meines Urlaubs in Orlando, Florida. Wir haben in den zwei Wochen, die wir dort waren, viel erlebt und hatten eine wunderschöne und unvergessliche Zeit. Zwei Tage werden wir aber in besonderer Erinnerung  behalten, weil diese einfach unbeschreiblich schön waren. Im Vorfeld haben wir lange überlegt, ob wir beides überhaupt machen… Aber wir waren so so froh, dass wir diese unglaublichen Momente erleben durften!

Discovery Cove

Ich muss zugeben – ich habe ziemlich lange überlegt, ob ich zur Discovery Cove fahren will oder nicht. Nicht ,weil der Preis mit knapp 200 Euro recht hoch liegt, sondern weil ich die Gefangenschaft von Tieren und vor allem von Delfinen damit unterstütze und verharmlose. Letztendlich denke ich, jeder sollte das für sich selbst entscheiden. Das Erlebnis war trotz allem unbeschreiblich schön, wenn ich heute noch an Yoko, unsere Delfindame denke, muss ich lächeln und bekomme ein Kribbeln im Bauch. Ich kann aber nachvollziehen, wenn viele das als Tierquälerei sehen und sich gegen einen Besuch entscheiden.

Die Tickets für die Discovery Cove haben wir vorab über das Internet gebucht und per Post zugeschickt bekommen. Hier gab es Kombitickets: Die Eintritte für SeaWorld und Aquatica sind immer inklusive, gegen einen kleinen Aufpreis haben wir auch den Eintritt für Busch Gardens hinzugefügt (deutlich günstiger als die Einzelbuchung. Zu Busch Gardens könnt ihr unten mehr lesen). Die Tickets könnt ihr nicht spontan einlösen, ihr müsst den Tag vorab fest buchen! Zusätzlich gab es noch gratis eine Unterwasserkamera zu den Tickets. Diese kam ebenfalls vorab mit den Tickets per Post.

Ankunft und Check- In

Als wir ankamen wurden wir persönlich begrüßt (natürlich herrscht hier nicht der Ansturm wie in den anderen Freizeitparks – hier ist alles persönlich und entspannt). Wir haben einen Lichtbildausweis bekommen und wurden in den Park geschickt. Der Park öffnet um 8 Uhr. Es ist sinnvoll, da bereits im Park zu sein. Ihr bekommt eure Zeit für das Delfinschwimmen genannt und könnt vorher schon den Park genießen. Achtet beim Buchen darauf, dass ihr die Option für das Delfinschwimmen (wenn denn gewünscht) auch mit auswählt! Der Ticketpreis ist all inclusive! Ihr bekommt die Schwimmanzüge und Schnorchel Equipment, Handtücher, Sonnencreme sowie Getränke, Essen und Snacks für den ganzen Tag! Generell habt ihr auch die Möglichkeit, den Park ohne Delfinschwimmen zu genießen – hier gibt es viel zu erleben!

Oh mein Gott! Da sind Delfine!!

Wir haben uns als erstes unsere Schwimmanzüge geholt (die bekommt man vor Ort, es gibt alle Größen, keine Panik!) und haben uns erstmal umgezogen. Wir wussten, wann unser Delfinerlebnis losgeht und hatten nur wenig Zeit, um uns den Park in Ruhe anzuschauen. Wir haben uns einen ersten Überblick verschafft und sind den Park einmal von hinten nach vorne abgelaufen. Schnorchelbecken und die normalen Schwimmbecken (ohne Fische etc.), Vögel und Affen und auch die Schwimmbuchten, in der wir nachher mit Delfinen zusammen schwimmen sollten! Ich war so aufgeregt! In diesen Buchten (wir waren ja schon morgens um acht da) schwammen die Delfine (es waren große Tümmler) schon. Ich war so fasziniert! Ich hatte Delfine vorher noch nie so nah gesehen! Keine 5 Meter entfernt einen Delfin schwimmen zu sehen, da hat sich schon ein kleiner Traum erfüllt.

Nach unserem ersten Rundgang durch Discovery Cove ( und einem kleinen Frühstück vor Ort) haben wir uns wieder am Treffpunkt für unsere Gruppe eingefunden und eine Trainerin hat uns eine 40 Minütige Einweisung gegeben. Klar, wir mussten eine Verzichtserklärung unterzeichnen (oh je…) , immerhin gingen wir gleich ins Wasser zu wilden Tieren! Auch gab es ein kurzes Filmchen und Erklärungen zu Do’s und Dont’s.

Anschließend ging es zu den Schließfächern. Ohrringe, Schmuck, ja sogar Haargummis (die nicht richtig fest im Haar waren und Metall an sich hatten) mussten wir ablegen – zur Sicherheit der Delfine! Ihr bekommt vor euer Anreise (bei Buchung) auch einen Infozettel. Ihr dürft z.B. keinen Sonnenschutz auftragen! Im Park erhaltet ihr „tierfreundliche Sonnenmilch“.

Nachdem wir also nur noch unseren Schwimmanzug, unsere festen Badeschuhe (die empfehle ich unbedingt! Ansonsten geht ihr barfuß in alle Becken: das kann zum einen rutschig sein, zum enderen sind dort auch Muscheln etc. an denen ihr euch verletzten könnt, schaut mal hier nach) und ich mein Haargummi im Haar trugen, sind wir zu „unserer Bucht“ gegangen. Davon gab es mehrere, damit jede Gruppe (ca. 6-10 Personen) auch ungestört waren. Wir sind alle zusammen ins Wasser gegangen, da wo wir stehen konnten, und  wir waren alle so nervös.

Es geht (endlich) los!

Unsere Trainerin hat Yoko zu sich gerufen und diese kam mit einem Affenzahn angeschwommen! Jetzt waren es keine 2 Meter Entfernung mehr! Yoko ist vor ihr auf und ab geschwommen, während die Trainerin uns etwas zu Yoko erzählt hat: Alter, Herkunft, was sie am liebsten isst und wo sie gerne berührt wird und wo gar nicht (Delfine haben nämlich einen Bauchnabel, den man nicht berühren darf!). Nach unserer Einweisung ist Yoko einmal an der Gruppe auf und ab geschwommen –  jeder konnte selber entscheiden, ob er Yoko streicheln wollte oder nicht! Wir haben uns getraut. Ich dachte immer Delfine sind glitschig, nass und fühlen sich einfach komisch an. Aber Yoko war wunderbar! Sie war total weich, sehr vorsichtig und total verspielt (und auch ein bisschen glitschig und nass)! Die nächste Stufe war das Füttern – wer wollte und sich traute durfte Yoko einen Fisch geben. Auch hier waren wir mutig! Zwischendurch ist Yoko auch mal zu den anderen Gruppen geschwommen und ein anderer Delfin kam zu uns und wurde gefüttert und berührt. Die Tiere sind dort zwar eingesperrt, haben aber die ganze Zeit die Möglichkeit, die Buchten zu wechseln oder auch in ihren „privaten Bereich“ zu schwimmen. Das hat der Delfin der anderen Gruppe zwischendurch gemacht. Meist scheint es so, als ob die Delfine sich untereinander absprechen. Wenn einer sich zurück zog, kam direkt schon ein anderer, um ihn (oder sie) zu ersetzen.

Die ultimative Mutprobe

Die nächste Stufe haben sich viele nicht mehr getraut – verständlicherweise. Jeder einzelne durfte  nach und nach ins tiefere Wasser schwimmen. Dort war ein zweiter Trainer, der dann Yoko gerufen hat und Yoko sollte uns retten. Uns wurde natürlich vorher gezeigt, wie wir uns an Yoko festhalten sollten, damit wir sie nicht verletzen. Der Trainer hat uns erst richtig positioniert und dann ging’s los! Yoko hat uns durchs Wasser gezogen! Was für ein Erlebnis! Für die Nichtschwimmer, Kinder und die, die sich im tiefen Wasser nicht wohlfühlen, bestand die Möglichkeit, sich aus flacherem Wasser retten zu lassen.

Der schönste erste Kuss  (sorry Peter)

Zum Abschluss hatte jeder noch die Möglichkeit, Fotos mit den Delfinen zu machen. Und ja, ich habe an diesem Tag einen Delfin geküsst! Es war unglaublich! Ich würde schon sagen, dass ich den besten Kuss mit Yoko hatte. Ich habe ihr einen Kuss gegeben und sie war dabei so ruhig! Ich habe sie danach unterm Kinn gekitzelt – keine Ahnung warum. Sie ist daraufhin weggeschwommen und ich hatte schon Angst, ich hätte sie verletzt. Aber sie ist nur weggeschwommen, um einige Meter von mir entfernt einen Sprung in der Luft zu machen! Anschließend kam sie wieder zu mir geschwommen. Die Trainerin hat sich schlapp gelacht und mir ein Kompliment gemacht! Hach, war das unglaublich!

Mein schönster erster Kuss

Trotzdem vergisst man nicht, dass Yoko und die anderen Delfine das ganze nicht einfach so machen. Sie leben hier in Gefangenschaft. Für uns erschienen die Becken (es gibt auch Becken, die für uns Touristen nicht zugänglich sind)  groß, es sieht natürlich aus und das Wasser ist Meerwasser! Aber trotzdem sind die Buchten in der Discovery Cove kein Ozean, das ist uns klar. Das ganze Erlebnis hat ca. eine halbe Stunde gedauert, danach durfte Yoko sich auch erstmal ausruhen. Aber sicherlich musste sie an diesem Tag nochmal ran… vielleicht auch noch mehr als einmal…

Der restliche Tag in der Discovery Cove

Im Anschluss kann man sich im Park frei bewegen. Wir sind ins Schnorchelbecken gegangen, da die meisten nach dem Delfinerlebnis Mittagessen waren und das Becken schön leer war. Schnorchel Sets gibt es auch vor Ort. Im Schnorchelbecken kann man schnorcheln oder tauchen und schwimmt neben Korallen, wunderschönen Salzwasserfischen und Rochen! Für den Moment, den man unter Wasser ist, kann man auch kurz ausblenden, dass man sich in einem Vergnügungspark in Orlando befindet und nicht an einem wunderschönen Riff im indischen Ozean! Hier gibt es (im „Schwimmerbereich“) eine Glasscheibe, hinter der Haie schwimmen. Unter Wasser sieht man diese Glasscheibe kaum, und man denkt, dass man dort unten wirklich neben Haien taucht! Ein tolles Erlebnis. Gegen Aufpreis kann man auch in diesem Haibecken schnorcheln… Aber – nein Danke!

Momente für die Ewigkeit

Wir wollten vieles von diesem Tag auf Fotos festhalten, aber das war teilweise einfach unmöglich! Es ist schwer unter Wasser Fotos zu machen – man muss bei Unterwasserkameras wie früher durch die kleine Öffnung schauen. Mit Taucherbrille hat sich das als fast unmöglich herausgestellt. Daher sind die Fotos fast alle nichts geworden! Wer ein wasserdichtes Smartphone hat, sollte lieber damit Fotos machen!

Zum Schluss haben wir uns die von den Trainern gemachten Fotos angeschaut – eigene Fotos durfte man beim Delfinschwimme nicht machen! Die Fotos waren natürlich unglaublich toll, egal wie blöd wir auch geschaut hätten! Und davon will man natürlich auch ein Bild haben. Hier bietet der Park verschiedene Pakete an. Von einem Foto bis hin zum komplett Paket mit einigen Fotos, Schlüsselanhängern und Videofilm. Wir haben uns für ein Zwischending entschieden – es gab das „Kussfoto“ je einmal, das „Rettungsfoto“ je einmal und das gemeinsame Foto (in etwas kleiner Ausführung) und gratis einen Schlüsselanhänger. Also 5 Fotos für knapp 80$. Das war es aber wert!

Peter und Yoko

leider abfotografiert und deswegen in etwas schlechter Qualität

Discovery Cove – mehr als nur Delfine sehen

Im Ticketpreis ist die all inclusive Verpflegung beinhaltet. Daher gab es im Anschluss erstmal eine kleine Mittagspause (in der sich seltene, bunte Vögel zu uns gesellt haben und etwas abstauben wollten). Den Rest des Tages haben wir in den „normalen“ Schwimmbecken verbracht (nicht in gechlortem – ich bin nämlich Allergiker – sondern in Salzwasserbecken) und im Vogelbereich, bei Affen und Ottern. Ein rundum gelungener Tag und ein unvergessliches Erlebnis! Danke Yoko!

Busch Gardens, Tampa

Wow! Das würde meinen Aufenthalt in Tampa wahrscheinlich am Besten beschreiben. Wir haben Busch Gardens über das Kombiticket Discovery Cove und SeaWorld gebucht. Von Orlando aus fährt man ungefähr 1 1/2 Stunden nach Tampa. Da wir gerne Auto fahren und auch nichts gegen einen kleinen Roadtrip durch Florida hatten (für Amerikaner ist die Entfernung von knapp 130 km ein Katzensprung) sind wir schließlich nach Tampa gefahren und hatten dort einige unserer schönsten Urlaubserlebnisse!

Das müsst ihr einfach mit buchen!

Solltet ihr nach Tampa fahren und Busch Gardens besuchen, bucht unbedingt die Safari mit (Kosten: knapp 20$ pro Kopf). Es lohnt sich so!

Busch Gardens wirbt schon auf seinem Flyer mit dem Cheetah Hunt, einer Achterbahn, die knapp fast 100 km/h erreicht und durch ein Gepardengehege führt (natürlich mit Glas getrennt) – teilweise kopfüber! Busch Gardens ist also kein gewöhnlicher Freizeitpark, sondern eine Mischung aus Zoo und Freizeitpark.

Von den Fahrgeschäften her ist Busch Gardens auf jeden Fall auch was für „größere Kinder“ und Erwachsene. Es gibt Achterbahnen, einen Wasserpark und eben auch einen Zoo inkl. Safaritour!

Serengeti Safari in Busch Gardens

Ich gehe nicht weiter auf die Fahrgeschäfte ein – nicht, weil es sich nicht lohnt, sondern weil der Zoo und vor allem die Safari einfach so unglaublich sind und sich die Fahrgeschäfte irgendwie ja doch alle ähneln. Ähnlich wie im Animal Kingdom (lest hier nochmal nach) fährt man hier mit einem Safariauto durch die Gehege und kann die Tiere hautnah erleben (wenn diese es wollen). In den Safariautos sitzt man aber nicht einfach nur und genießt die Fahrt, sondern man steht und kann so auch einfach die Seiten wechseln, um immer die beste Sicht zu haben. Die Fahrt ist ruckelig und wer seekrank ist, wird bei der Fahrt wenig Freude haben. Aber es war unglaublich. Der Guide hält den Wagen auch mal an, stellt den Motor aus und lässt die Touristen einfach oben „machen“. Bei den Touristen (viele waren es nicht, es war nicht überfüllt!) stehen ebenfalls zwei Guides, die einiges zu den Tieren, deren Lebensräumen, Verhaltensweisen etc. erzählen. Die Tiere so nah zu erleben, war schon ein sehr tolles Erlebnis.

Die stecken ihre Köpfe aber auch überall hinein

Ich habe zwar eine bucket list, aber Giraffen füttern stand nie drauf! Giraffen sind nach Delfinen meine liebsten Tiere, umso schöner war das Erlebnis für mich. Wir fuhren direkt in eine Giraffenmenge rein und der Wagen blieb stehen! Die Giraffen kamen nach und nach zu unserem Safariauto und steckten ihre Köpfe zu uns! Der Wahnsinn! Wir konnte die Giraffen streicheln, beobachten und mit Salat füttern. Absolut unbeschreiblich!

Busch Gardens‘ normaler Zoo

Der normale Zoo ist auch toll, hier gibt es zum Beispiel Auffangstationen und, klar, die normalen Gehege. An jedem Gehege steht aber ein Mitarbeiter und beantwortet alle Fragen und erzählt vieles zu den Tieren. Es gibt aber auch einen Streichelzoo der etwas anderen Art…

In Florida kann es in den Sommermonaten unerträglich heißt werden – auch für die Tiere. Wenn ihr also auch die Tiere sehen wollt, solltet ihr morgens oder am späten Nachmittag/Abend die Tiere besuchen. In der Mittagssonne ruhen sich die meistens aus und ihr habt nicht viel von eurem Besuch. Die Fahrten mit den beliebtesten Achterbahnen (wie z.B. dem Cheetah Hunt) solltet ihr auch auf den späten Nachmittag/frühen Abend legen. Die Warteschlangen sind da meist kürzer. (Du willst mehr Tipps für deinen nächsten Besuch im Freizeitpark? Hier gebe ich dir meine 14 ultimativen Freizeitpark Tipps!)

Gerade für Kinder ist dieser Park eine tolle Mischung. Die Fahrt nach Tampa hat sich mehr als gelohnt und wenn wir jemals nochmal nach Florida kommen, werden wir definitiv erneut zu Busch Gardens fahren. ♥

2 Gedanken zu “Ein Kindheitstraum wird wahr… Teil 3

  1. Das klingt nach einem tollen Urlaub und einem einzigartigen Erlebnis! So, wie du’s hier beschrieben hast, hab ich fast das Gefühl, dabeigewesen zu sein – aber nur fast! 😀

    Alles Liebe
    Dominique

    Gefällt 1 Person

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